Ihr direkter Draht zu Uns!

Kontakt - Ihr direkter Draht zu Uns! Newsletter Anmeldung!

 

Russian Federation United KingdomGreat Britain Netherlands

 

NilIm November des Jahres 1822 machte eine Sensationsmeldung die Runde durch die Welt. Im Tal der Könige war ein noch nahezu vollständig erhaltenes Pharaonengrab gefunden worden. Das Grabmal des vergessenen Königs Tut-Ench-Amun wurde zum berühmtesten Fund der ägyptischen Geschichte. Als Entdecker rückte ein Mann in die Öffentlichkeit, der viele Jahre nach diesem Grab gesucht hatte: Howard Carter, der im Auftrag des englischen Lords Carnarvon zahlreiche Grabungen nicht nur im Tal der Könige durchgeführt hatte.

Howard Carter – der Maler und Zeichner

Howard Carter erblickte 1874 im englischen Kensington das Licht der Welt. Als jüngstes von elf Kindern eines Tiermalers und Illustrators wurde er von seinem Vater schon früh im Zeichnen unterrichtet, da der junge Howard wegen gesundheitlicher Probleme keine öffentliche Schule besuchen konnte. Schon mit 17 Jahren gelang es ihm, eine Stelle als Zeichner und Maler für den Egypt Exploration Fund zu bekommen, die ihn erstmalig nach Ägypten führte. Seine Aufgaben bestanden zunächst darin, Artefakte aller Art abzuzeichnen und so eine Katalogisierung möglich zu machen.

Zusammenarbeit mit den bekanntesten Ägyptologen seiner Zeit

Carter arbeitete mit den berühmtesten Ägyptologen seiner Zeit zusammen und es darf vermutet werden, dass er dort wertvolle Kenntnisse über Ausgrabungsarbeiten und die Konservierung von Fundstücken erhielt. Unter den damals bekanntesten Ausgräbern Flinders Petrie, Theodore Davis und Gaston Maspero lernte Carter die Amarna-Kunst kennen, half bei der Entdeckung des Totentempels der Hatschepsut und eignete sich die Grundlagen der ägyptischen Hieroglyphen an. Kurzzeitig wurde er sogar zum Oberinspektor der Altertümerverwaltung in Oberägypten ernannt. Nach Streitigkeiten verließ er diesen Posten und beschloss, sich ganz der Malerei zu widmen. In den nachfolgenden Jahren zeichnete er beispielsweise die Gräber von Juja und Tuja. Seine Zeichnungen wurden in mehreren Bänden gesammelt und sind noch heute im Ägyptischen Museum zu sehen.

Entdeckung der Gräber von Hatschepsut und Amenophis

1907 machte Howard Carter die Bekanntschaft von Lord Carnarvon, auch dieser ein begeisterter Ägyptologe mit viel Geld, der Carter mit weiteren Ausgrabungen beauftragte. In der Zeit von 1907 bis 1917 gelang es Carter, Gräber so berühmter Personen wie Hatschepsut und Amenophis I. und III. zu entdecken und auszugraben. Seit 1915 war er fest davon überzeugt, dass es im Tal der Könige ein noch nicht entdecktes Grab geben müsse. Jahrelang nutzte er jede Grabungssaison, um dieses eine Grab zu entdecken, doch vergeblich. 1922 beschloss Carnarvon, keine weiteren Grabungen zu finanzieren, doch Carter konnte ihn dazu überreden, noch einen letzten Versuch zu starten.

Der unbekannte Pharao

Am 4. November 1922, nur wenige Tage nach Beginn der Grabungssaison, fanden die Mitarbeiter Carters steinerne Treppenstufen. Sie lagen direkt unter dem Grab von Ramses VI. und waren von Bauschutt verdeckt gewesen. Beim Freilegen der Stufen stießen die Ägyptologen auf eine Tür, die noch nicht aufgebrochen zu sein schien. Immer größer wurde die Gewissheit, dass sie auf ein Grab gestoßen waren, das nicht wie so viele andere von Grabräubern geplündert worden war. Was sie iin den Grabkammern entdeckten, übertraf alle ihre Erwartungen. Allein in den Vorkammern fanden sie zahllose Kunstobjekte, Kriegsgeräte, Schmuck und viele weitere Grabbeigaben, die dem jungen Pharao seinen Weg in das Totenreich erleichtern sollten.

Die Entdeckung der unversehrten Mumie

Was kaum jemand zu hoffen gewagt hatte, erfüllte sich ebenfalls. In der Grabkammer befand sich ein unversehrter Sarkophag, der mehrere Särge enthielt. Im innersten Sarg aus reinem Gold lag die Mumie des Tut-Ench-Amun. Die goldene Maske, die das Gesicht des Toten bedeckte, ist heute ebenso wie die Pyramiden zum Wahrzeichen Ägyptens geworden. Lord Carnarvon brachte die Entdeckung des Pharaonengrabs kein Glück. Er starb wenige Monate darauf und die Sage vom „Fluch des Pharaos“ macht die Runde. Howard Carter benötigte bis 1932, um die Schätze des Grabes zu sichten und aufzuzeichnen. Auch wenn viele Gegenstände aus Unkenntnis zerstört oder ins Ausland geschmuggelt wurden, ist es doch der akribischen Arbeit Carters zu verdanken, dass der Nachwelt dieser einzigartige Schatz erhalten blieb. Nach Abschluss der Arbeiten verbrachte Carter seine Zeit zunächst in seinem Haus in Ägypten, bevor er nach England zurückkehrte und dort im Jahre 1939 verstarb.

Auf den Spuren Howard Carters bei einer Nilkreuzfahrt

PyramidenBesuche der Wirkungsstätten Carters lassen sich am besten auf einer Kreuzfahrt über den Nil verwirklichen. Eine Nilkreuzfahrt, wie sie auf stern-tours.de/nilkreuzfahrt gebucht werden kann, führt nicht nur zum Tal der Könige und zum Tempel der Hatschepsut. Auch das Ägyptische Museum in Kairo, wo neben den persönlichen Fundstücken aus Carters Besitz auch die berühmte Totenmaske ausgestellt ist, ist ein Programmpunkt der Reise. Natürlich darf ein Besuch der Pyramiden von Gizeh nicht fehlen. Zugleich erfahren die Reiseteilnehmer einer Flusskreuzfahrt auf der Lebensader Ägyptens viel Wissenswertes über die Kultur des Landes in alter und neuer Zeit. Wer sich über die Bedeutung des Nils für die Geschichte Ägyptens interessiert, findet auf planet-wissen.de unter dem planet-wissen.de viele wertvolle Hinweise. Sie veranschaulichen, welchen Einfluss der Nil auf die Kultur der Ägypter hatte und dadurch die Blütezeit des alten Ägyptens hervorbrachte.

Bildquelle: sxc.hu

Zum Seitenanfang